Harte Kämpfe zeichnen die Verbandsrunde

Liebe Schachfreunde,

Heute ging die  5.Verbandsrunde zu Ende. Die 1. Mannschaft bekam es vor einer Woche mit den starken Emmendingern und die 2.Mannschaft am heutigen Tage mit dem gut platzierten SC Villingen zu tun. Somit ist offiziell Halbzeit und die Bilanz sieht wie folgt aus:

 

Die 1.Mannschaft steht mit der unglücklichen Niederlage gegen Emmendingen nun auf Platz 9 in der Tabelle. Hier folgt mit dem SC Brombach, dem SV Walldorf, dem SK Freiburg-Zähringen und der SGEM Dreisamtal ein starkes Restprogramm, in welchem auf jedenfall gegen Freiburg ein Sieg drin sein muss. Ansonsten heißt es Powerschach spielen, um einen eventuell drohenden Abstieg zu vermeiden.
Die 2.Mannschaft konnte heute endlich ihren ersten Sieg verbuchen, was mal Zeit wurde, denn hätten wir heute erneut 4,5-3,5 verloren, dann wäre der Schachgott sicher nicht mehr auf unserer Seite. Somit konnte man sich auf den 8.Tabellenplatz vorarbeiten und liegt jetzt, da Freiburg gewinnen konnte, 2 Punkte hinter ihnen und dem Nichtabstiegsplatz auf dem sich Merzhausen befindet. Somit rächen sich die liegen gelassenen Punkte dennoch leicht, da der Sieg gegen Freiburg verganges Jahr hätte drin sein müssen. Dennoch kann man hoffentlich zuversichtlich nach vorne schauen. Hier lautet das Restprogramm: Merzhausen, Heitersheim, Überlingen und Brombach. 

Der vergangene Sonntag der 1.Mannschaft war leider rabenschwarz. Gegen stark aufgestellte Emmendinger konnten die ersten beiden Bretter mit Dennis Kaczmarczyk und Heinz Wirthensohn gegen Andrei Sokolov und Theo Hommeles leider keine Punkte holen. Dafür konnte Dennis Eschbach seine Partie an Brett 3 souverän gewinnen und einen vollen Punkt beisteuern. Stark kämpfen konnten Norbert Friedrich, Georg Vogelbacher und Peter Zimmermann. Leider wurden sie für ihren harten Kampf nicht belohnt und mussten ebenfalls aufgeben. Nicht sonderlich rosig sah es auch bei Mark Zichanowicz aus, allerdings konnte er seine Partie gekonnt in ein Remis umwandeln. Außerdem konnte Udo Düssel ein sicheres Remis besteuern. 
Somit entging man leider einer Klatsche nicht, dennoch sollte man positiv nach vorne schauen. Der Abstieg ist noch vermeidbar, wenn man die ein oder anderen Punkte holen kann.

Der 25.01.2015 geht sicher in die Schachgeschichte des Jahres 2015 ein. Obwohl das Jahr noch jung ist, das Schachjahr jedoch alt, konnte man als 2.Mannschaft endlich den ersten Sieg einfahren. Dabei wurde hart gekämpft, mehr als hart teilweise, und es gab sogar ein oder andere Nervenkämpfe bei den Zuschauern. 
Besonders sehenswert war das Ende der schnellen Partie von Jens Berneck, der nach sage und schreibe einer halben Stunde und 15 Zügen den vollen Punkt verbuchen konnte. Dabei war es interessant, dass der einfache Entwicklungszug von weiß Sc3 zu einem Bauernverlust führte, der den Gegner 7 Züge später zur Aufgabe zwang.
Der erste Motivationsschub war dadurch gegeben. Ich hoffte daher, dass er auch auf die anderen Beteiligten übergehen würde. Nach der Analyse der Partie mit meinem Gegner, kam ich an die Bretter und der erste Eindruck war ganz positiv. Nach einer Weile stand Sigi jedoch recht unklar, er musste einen Turm für 4!! ganze Bauern opfern, sosdass der Gegner drücken konnte. Als dieser jedoch den Turm gegen die Leichtfigur wieder zurückgab und Sigi drei Bauern für die Leichtfigur verzeichnen konnte, musste der Gegner schließlich doch in ein Remis einwilligen. 
Schade war die Partie von Norbert Strittmatter, der nach einer guten Stellung plötzlich den überraschenden Zug Tf3!! übersah, der in allen Arten zum Matt führt. Somit musste Norbert unglücklicherweise aufgeben. 
Unklar war auch die Partie von Bruno Zülle, der nach einem spannenden Mittelspiel eine Qualität einbüßen musste, konnte aber 3 bärenstarke Bauern vorweisen, die ihm zum Glück aller zum vollen Punkt verhalfen. Thomas Kummle spielte ein solides Remis, wobei bewundernswert war, dass über 2 Stunden lang keine Figuren geschlagen wurden. 
Wieder einmal spannend war die Partie von Konrad Schönherr, der sich diesmal leider nicht in Skandinavisch austoben konnte. Stattdessen traf er auf d4 und konnte nach einer Weile eine gute Stellung vorweisen. Meines erachtens jedoch verpasste er die gute Fortsetzung e3+, die das alles vielleicht positiver gestaltet hätte. Nichtsdestotrotz war die Stellung remisig, sodass es auch in einem Remis endete. Ebenfalls Remis endete die Sizilianische Partie von Werner Hilpert, der Bernd Fugmann lange Zeit vor Probleme stellte, am Ende aber trotzdem ins Remis einwilligen musste. 
Und um dem ganzen den Stempel aufzudrücken konnte ein Spieler den aufgestellten Zeitrekord, was Partien gewinnen angeht noch toppen. Wolfgang Malzacher gewann bereits nach 1 Minute kampflos gegen seinen unsichtbaren Gegner.

Somit ging für die 1. Mannschaft ein unglücklicher, für die 2.Mannschaft jedoch ausnahmsweise :D ein glücklicher Sonntag zu Ende. Hoffen wir, dass das Restprogramm ebenfalls positiv ausfällt.

Bis dahin, 
Euer Jens